Bill Buford – Hitze

Bill Buford war Hobbykoch. Wahrscheinlich so auf dem Niveau, auf dem ich mich bewege. Ambitioniert, voller Gestaltungsdrang, aber nicht wirklich professionell. Man hangelt sich halt so durch.

Bill Buford hat eines Abends den Chef eines der angesagtesten Restaurants in Manhattan bei sich zu Hause zu Gast, den Chef des Babbo. Nach einer durchzechten Nacht ist ihm klar, dass er seinen Job als Chefredakteur des New Yorker schmeißen wird, um ein Jahr als Küchensklave im Babbo zu lernen. Dass es ihn danach noch nach Italien und Frankreich treiben würde, um noch weiter zu lernen, wie man all die wirklich guten Zutaten zubereitet bzw. herstellt, ohne die die gute Küche nicht auskommt, hatte er wohl nicht geahnt. Was er dort erlebt, habe ich noch nicht gelesen; denn ich bin erst auf Seite 45. Aber das Ganze fasziniert mich schon jetzt. Es ist so geschrieben, wie ich es immer wieder an amerikanischen Autoren, besonders bei Journalisten bewundere: ohne Dünkel, schnell, abwechslungsreich, mit Hang zur Selbstironie und dabei äußerst informativ, also knapp formuliert, extrem kurzweilig.

Bill Buford, Hitze

Daher jetzt schon eine Empfehlung – und eine Zusammenfassung, wenn ich das Buch durchgelesen habe. Nur Lust auf Essen, die habe ich jetzt schon.

4 Kommentare

  1. Martin

    Ich habe als letztes Anthony Bourdain und werde den Buford nach Seite 72 jetzt endgültig zurückgeben. Ich finde ihn im Vergleich zu wenig da, wo er ist, eher Beschreibung seiner Beobachtung und keine Nähe.

  2. Jeeves

    Ich hab’s im 2010er Urlaub in Südtirol verschlungen, das Buch. Und mir dabei viele kleine Zubereitungs-Tips angestrichen.
    “nähe” gibt’s im Buch durchaus, dazu hätte man weiterlesen müssen, z.B. als unser Ami in einem kleinen italienischen Dorf zu arbeiten anfängt und da erst RICHTIG was lernt.

  3. Ich habe die Zusammenfassung nicht mehr geschafft. durchgelesen habe ich es, mit sehr viel Vergnügen.

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