Albet y Noya, Núria 2001, Penedès, Spanien

Eigentlich wollte ich heute Abend mal ganz in Ruhe auf meine Mutter anstoßen, die heute Geburtstag hat. Diesen Nikolauswein hatte ich schon rausgelegt und es sollte der Núria aus dem von mir geschätzten Hause Albet y Noya sein. Dieses im Penedès beheimatete Weingut gehört mit zu den ältesten biodynamisch arbeitenden Weingütern in Spanien und die Brüder Josep Maria und Antoni haben dem Penedès seit den Achtzigern einen ungeheuren Qualitätsschub beschert.

Warum der Núria? Diesen Wein haben die beiden charismatischen Winzer ihrer Mutter gleichen Namens gewidmet und da dachte ich, dieser ungewöhnliche Verschnitt aus Merlot, Caladoc und Petit Syrah wäre der richtige für diesen Abend.

Leider hatte der 2001 aus zumindest dieser Flasche das Zeitliche gesegnet. Bitter schmeckte er und fad und ein wenig nach Lösungsmitteln. Keine Spur von Frucht, von Süße, von Schokolade oder Eleganz. Was machte ich denn da, Mutter? Da suchte ich mir was Neues, um auf dein Wohl anzustoßen. Ab in den Keller …

Albet y Noya, Núria 2001, Penedès, Spanien, Viva-Vino, ca. 26 Euro

3 Kommentare

  1. Karin

    Hallo du Weinkenner,

    hab gerade deine Website entdeckt…eigentlich bin ich ja auf der Suche nach Infos zu ner Flasche Rotwein aus Spanien, die mich beeindruckt hat. Da bin ich auf diesen Beitrag gestossen und muss zugeben, dass ich es sehr traurig finde, wenn ein leckerer Albet y noya-Wein so lang im Keller liegt, dass er schlecht wird. Das passiert mir nie 🙂 zumindet mit wein von diesem Weingut nie.

    Da du ja ein Weinkenner bist, vielleicht hast du mir noch einen Tipp zu dem wein, den ich gerade auf meiner Hitliste ganz oben habe: es ist ein Syrah/TEmpranillo Jahrgang 2007 von carewines.com aus Spanien. Hab noch nie einen Wein erlebt, der so nach Johannisbeere gerochen hat. Unglaublich. Irgendwie vermut ich ja noch immer, dass die Johannisbeersirup reingemixt haben. Grins. Weißt du was über diesen superleckeren Rotwein aus Spanien?

    Herzlichen Gruß

    Karin

  2. hallo karin,

    eigentlich hätte er noch gut sein sollen, der Nuria., 7, 8 Jahre sind noch kein Alter für so einen Wein. Schade. Ich schätze die Weine von Albet y Noya sehr, die meisten jedenfalls.

    Die Care Weine der Bodegas Anyada hatte ich auch mal, zwei liegen sogar noch im Keller, ein edelsüsser Weisser und einer der XLNT, also exellent heisst. Ziemlich teurer Tropfen. Ich habe mal zwei Sätze dazu in folgendem Posting geschrieben:

    http://www.originalverkorkt.de/2008/02/weinrallye-8-etikettentrinken/

    Wenn ich mich recht erinnere fand ich die Weine insgesamt ein bisschen zu modern, marmeladig, zu wenig frisch, zu gewollt. Wie so viele moderne Spanier.

    Deutlich besser dagegen finde ich die Weine von »espelt«. Das sind auch Newcomer, aber die finde ich richtig gut. Na und »Inurrieta« würde ich auch empfehlen.

    Die Care Weine sind anscheinend auch nicht so gut angekommen beim Publikum. Mein bevorzugter Spanienweinhändler jedenfalls hat sie nicht mehr im Programm.

    liebe Grüße, Christoph

  3. Uersel

    Hallo, habe heute abend zufällig einen Albet y Noya Nuria 2004 geöffnet, ohne grosse Erwartungen, da ich die Flasche geschenkt bekommen hatte, dachte der passt doch gut zum Pilzrisotto. Und tatsächlich, der Wein war Spitze, ein überwältigendes Bouget, im Munde voll und geschmeidig und der Abgang anhaltend, einfach ein Gedicht. Der beste Bio-Wein den ich je getrunken habe. Ich vermute du hast einfach Pech gehabt, gib dem Wein nochmals eine Chance, falls er verfügbar ist, Grüsse Urs

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