Paulsens Zucchini-Cashew-Salat mit Heugumber von Ziereisen

Kürzlich habe ich meine persönlich erste Ausgabe von Effilee in die Hände bekommen. Zwar hatte ich schon häufiger darüber gelesen, nicht aber darin. Da habe ich was verpasst denn diese Veröffentlichung hebt sich für mich wohltuend unaufgeregt, dafür mit Substanz von vielen anderen Veröffentlichungen aus dem Food- und Lifestylebereich ab. Ich fand die Artikel interessant und angenehm verortet – nicht so ein Oberschichten-Lifestyle-Gewese wonach man vielleicht manchmal streben mag, es sich aber dann doch gemeinhin nicht leisten kann und dann ist es irgendwie auch immer das selbe, wie so ein Ray & Charles Eames DSR Chair den man eigentlich mag und lange nicht sah, und jetzt, wo er reeditiert wurde in jeder Zeitschrift mindestens drei Mal auftaucht bis es nervt.

Nein, so eine Zeitschrift ist Effilee nicht, eher so eine mare für den, der gerne kocht, einlädt oder das Geld für dies oder jene feine Produkt ausgibt im wohl finanzierten, gesettelten Alltag in dem neben der heimischen Herdplatte auch noch das Aushäusige zählt, auf welches man das Augenmerk werfen mag, sei es das gute Restaurant, sei es der Weinladen oder die Messsermanufaktur – ja, die Messermanufaktur, vermeintlich weit hergeholt, uneigentlich aber eine Thema der aktuellen Ausgabe.

Inmitten ambitionierter Themen wird die Zeitschrift mit feinen Rezepten, unter anderem mit einer Reihe leicht und schnell nachvollziehbarer und verwirklichbarer Schneller Teller von Herrn Paulsen durchsetzt, die Rezepte eines Autors, den man in der Wein- und Foodblogger-Gemeinde wohl nicht weiter vorstellen muss.

Eines der Rezepte, nämlich der Zucchini-Cashew-Salat (Repzept hier) scheint denn auch in besagter Szene zum Selbstläufer zuwerden, nachvollziehen kann ich es gut denn auch uns hat er ausgezeichnet geschmeckt. Ich bin vorher nicht darauf gekommen, Zucchini auch mal roh zuzubereiten, das werde ich wiederholen.

Als Weinbegleitung hatte ich den Heugumber von Hanspeter Ziereisen ausgesucht, einen säurearmen Gutedel mit wenig Alkohol und erhöhtem spaßfaktor aus dem Markgräfler Land. Ein für die Gelegenheit perfekter, weder anspruchsvoller noch langweiliger, eher beschwingter Terrassenwein.

3 Kommentare

  1. Den schnellen Teller mag ich auch, ist schon toll wenn man mal wenig Zeit hat, trotzdem lecker essen zu können!

  2. Hihi, den habbich leicht abgewandelt auch grad letzte Woche getestet. Lecka! Wird ins Repertoire aufgenommen.

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