Liebe taz,

auch wenn ich kein Dauerabonnent eurer Zeitung bin und hier eigentlich über Wein schreibe so lese ich Euch doch seit weit über einem Jahrzehnt regelmäßig, immer wieder mit Freude, mit Lachen, mit Ernst und mit Befriedigung. Ich bin froh, dass es im Blätterwald der großen Verlage immer auch konstant eine Alternative gegeben hat. Dass diese nicht einfach zu realisieren und zu finanzieren ist, leuchtet mir ein – und es leuchtete bisher auch Euren Mitarbeitern ein, die immer deutlich schlechter bezahlt worden sind als der Rest der Kollegen. Doch was tut man nicht alles für eine Alternative…

Jetzt aber bekomme ich mit, dass Ihr Euren Auslandskorrespondentenstab einfach mal kurzfristig kündigt um ihm dann anzubieten, für bis zu ein Drittel weniger Gehalt bei gleicher Arbeit wieder bei Euch einzusteigen.

Ist das Euer Ernst? Könnt Ihr dies begründen? Inwiefern unterscheidet Ihr Euch dann noch von den Konzernen und Arbeitgebern denen Ihr immer wieder Eure Finger in die Wunde schlechter Arbeitsbedingungen gelegt habt?

Sollte dies Euer Ernst sein, schafft Ihr Euren eigenen Wertemaßstab selbst ab.

Verwirrt, Christoph

3 Kommentare

  1. Diesem Beitrag kann ich nur 100%ig zustimmen. Wo bleibt da die qualitative Berichterstattung, wenn sich die Presse den Methoden der Großkonzerne anpasst.

  2. Mit Pauschalisten kann man es ja machen, das sind so eine Art feste freie Mitarbeiter. Vorbei sind die Zeiten, wo bei der taz alle das gleiche verdient haben, vom Chefredakteur bis zum Schriftsetzer.

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