Gin o’Clock: Goldberg-Variationen über eine Flasche Geranium London Dry Gin

Zwei Neuentdeckungen gibt es heute. Na ja, entdeckt hatte ich sie schon vor längerer Zeit aber erworben wurde der Geranium erst gestern. Dazu gibt es Tonic von Goldberg & Sons.

Geranium Gin und Golberg Tonic

Das, was andere in ihre Gärten pflanzen, haben die Macher dieses klassischen London Dry Gins an Botanical in ihren Gin gegeben. Das Geraniengewächs, dessen Aromastoff Gerniol auch in Lorbeer oder Koriander vorkommt, ergibt einen floral-zitronigen Charakter und ist neben dem obligatorischen Wacholder der zweitwichtigste Aromengeber in diesem Gin. Die Liste an Botanicals ist bei diesem Gin übersichtlich. neben den beiden bereits erwähnten gibt es Limonenschalen, Koriande, Süßholz, Irisblüten, Engelwurz und zwei, die nicht genannt werden.

In der Nase zeigt sich der Gin von Hammer & Son in einer Weise mild, die mich an The Botanist von Bruichladdich erinnert, der übrigens in die gleiche Flaschenform abgefüllt wird. Am Gaumen findet sich neben dem deutlichen Wacholderton eine Muskatnote, der florale Charakter des Geraniengewächses, Zitrus und eine leichte Süße. Auch hier ist es, wie schon bei The Botanist, der zweite Schluck, der überzeugt. Es ist ein harmonischer, feiner Gin, der nicht protzt sondern durch Ausgewogenheit und Länge besticht.

Der Goldberg Tonic war eine zufällige, allerdings ziemlich perfekte Wahl. Auch der Goldberg ist eher nuanciert, zurückhaltend. weder zu süß noch zu bitter oder kräutrig. Das ergibt ein harmonisches Ganzes.

Dazu dann, der Titel deutet schon darauf hin, die Goldberg-Variationen von Bach. Am besten auf Vinyl in der 1955er-Aufnahme von Glenn Gould.

 

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