OVP028 – Wein am Sonntag – Arnaud Lambert Clos de la Rue Brézé 2015

Die Weine von Arnauld Lambert habe ich mal in Frankreich getrunken. Dann gab es irgendwann zwei von ihnen bei Wine & Waters in Berlin. Die Weine des Vaters Yves Lambert und seiner Domaine de Saint Just waren mir ebenfalls geläufig. Die gab es mal bei Fegers und Berts in Köln, allerdings gibt es eben Fegers und Berts nicht mehr. Also war es schwierig, an Arnaulds Weine heranzukommen. Doch mich reizten die verschiedenen Weine, die er aus Brézé-Lagen vinifiziert. Gerade wollte ich einem befreundeten Händler die Weine schmackhaft machen, da bekam ich eine Mail von Jerôme Lejeune. Der sitzt in Berlin und importiert seit einigen Wochen Arnauds Weine. Zeit also, Euch den aktuell vielleicht interessantesten vorzustellen.

Falls Ihr Interesse an den Weinen habt (es gibt Schaumweine, Cabernet Francs und Chenin blancs) dann schreibt zwecks Preisliste an jlejeune (ät) t-online.de.

Ach ja, die Gemeinde Brézé samt der wichtigsten Weinberge findet Ihr bei Weinlagen.info.

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4 Kommentare

  1. Jeroen Hansmann

    Toller Wein! Ich habe nach längerer Zeit am Ostersonntag wieder eine Flasche geöffnet. Er scheint sich aktuell etwas zu verschließen. Wie schätzt Du das Reifepotential ein?

  2. Ich denke, er hat Potential für 10 Jahre plus. Aktuell braucht er sicher eine Karaffe und viel Luft. Aber ist schon ein sehr attraktiver Brézé, das finde ich auch. Super aber auch der “kleine” Brézé Clos du Midi. Den gab es bei Vins Etonnants für einen 10er. Wo gibt es das sonst aus der Appellation?

  3. Michael M.

    Danke für diese interessanten Infos. Martin Kössler hatte die Weine von Yves Lambert übrigens auch mal im Programm, unter anderem den 97er Clos Moleton, der Spitzenwein der Domaine in Rot. Deshalb hatten wir die Domaine um die Jahrzehntwende auch vor Ort besucht. Kössler hatte seinerzeit durchaus recht. Der Clos Moleton stand auch nach 20 Jahren wie eine Eins im Glas. Die Cabernet Francs der oberen Qualitäten haben tatsächlich ein beachtliches Potenzial zu reifen. Einen 96er Chinon Les Grézeaux von Baudry fand ich vor 2-3 Jahren noch nicht ausgereift. Selbst ein 89er Bourgueil der Domaine Clos de l’Abbaye hatte vor rund 5 Jahren eine wunderbar mürbe burgundische Finesse.

    Als ich vorhin diese Folge deines Potcasts hörte hatte ich von Arnaud Lambert einen restsüßen 2010 Côteaux de Saumur, Marquis de Dreux-Brézé im Glas. Der hat nach 24 Stunden null Verschleißerscheinungen. Eine dezente, aber präsente Säure puffert die Süße sehr schön. Da klebt nichts! Ich würde sagen, dass er mindestens noch einmal 10 Jahre auf diesem schönen Niveau zu trinken sein wird. Vermutlich handelt es sich um eine Assemblage von Trauben aus den zugekauften Parzellen, die aus der Zeit der Restaurierung stammen und deren Qualität bereits ausreichend für eine Vermarktug waren ohne den Namen Lambert zu beschädigen. Ich hatte den Wein seinerzeit (2012oder 2013) in der Bretagne in einem Laden einer Supermarktkette entdeckt. Er hat mir so gut gefallen, dass ich im Verlaufe des Urlaubs mehrere Läden dieser Kette wegen dieses Weins besucht habe. Für den Wein habe ich damals unglaubliche 10 EUR bezahlt.

  4. Danke für das Feedback! Die Weine reifen tatsächlich sehr gut, auch die einfachen. Und Lamberts einfachen Saumur bekommt man in Frankreich auch immer noch für unter 10 Euro, was für Loire, Bio und diese Qualität ja echt eine Seltenheit ist.

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